Firnisabnahme

Der Firnis von Gemälden – ein klarer, dünner Abschlussüberzug, der von Maler aufgetragen wurde – kann sich im Laufe der Jahrzehnte farblich verändern. Dies äußert sich in dem »typischen« Vergilben, Verbräunen oder »Nachdunkeln«. Ist das Erscheinungsbild eines Gemäldes derart verändert und die Ablesbarkeit der Darstellung deutlich eingeschränkt, kann eine Abnahme des Firnis sinnvoll sein. Diese Maßnahme ist in jedem Fall von einer Reinigung  – das heißt der reinen Entfernung von oberflächlich anhaftendem Schmutz – zu unterscheiden.

 

Eine Abnahme des Firnis ist stets unter Berücksichtigung des Gemäldezustandes und der Originalität in jedem einzelnen Fall abzuwägen. In der Regel ist der Einsatz von Lösemitteln notwendig. Diese sind mit Fachkenntnis anzuwenden, um die Farben der Malerei oder andere Bildbestandteile nicht anzulösen oder anderweitig zu schädigen.

»Work in Progress«

»Arbeitsstillleben«

Hier sehen Sie Arbeitsaufnahmen von Firnisabnahmen, welche unter stetiger Kontrolle Schritt für Schritt und gegebenen Falles unter zu Hilfenahme des Mikroskops durchgeführt werden.

Zwischenzustand während einer Firnisabnahme.

Links: Vorzustand; Rechts: nach der Abnahme

Zwischenzustand während einer Firnisabnahme