Untersuchung & Dokumentation

Soll ein Gemälde konserviert oder restauriert werden, ist es notwendig, die wesentlichen Schadursachen sowie das Schadensausmaß möglichst exakt zu bestimmen. Nur so können fachgerechte und möglichst schonende Maßnahmen abgeleitet und die entstehenden Kosten kalkuliert werden. Daher untersuche ich jedes Gemälde vor Beginn der Maßnahmen eingehend durch gezielte Inaugenscheinnahme sowie wahlweise mittels Stereomikroskopie und der Zuhilfenahme von UV-Strahlung.

 

Bei größeren Konservierungs- oder Restaurierungsprojekten ist eine genaue Voruntersuchung notwendig, um ein detailiertes Behandlungskonzept sowie eine verlässliche Kostenkalkulation sowie Zeit- und Personalplanung aufstellen zu können.

 

Des Weiteren können interessante Fragen – etwa bezüglich einer möglichen künstlerischen Zuschreibung oder Datierung, des maltechnischen Aufbaus oder später hinzugefügter Retuschen und Übermalungen – mittels gezielter Untersuchungsverfahren oder naturwissenschaftlicher Analysen oftmals (näherungsweise) beantwortet werden. 

Querschliff unter dem Mikroskop im Auflicht

Der gleiche Querschiff unter UV-Anregung

Kleinste Malschichtpartikel können, wie nebenstehend zu sehen, in Kunstharz eingebettet und mittels Mikroskop bei visueller und ultravioletter Strahlung als Querschliff untersucht werden. So lassen sich Rückschlüsse bezüglich des maltechnischen Aufbaus sowie der verwendeten Pigmente und Bindemittel sowie  ziehen.

Schadenskartierung zur Dokumentation des Ist-Zustandes und als Unterstützung bei der Ermittlung von Schadensursachen

Gemälde unter UV-Anregung: Mit Fachwissen und Erfahrung kann das Erscheinungsbild interpretiert werden und Unterstützung für  die Konzepterstellung und Maßnahmenauswahl sein.